Fleisch, Herzhaft, Kindheitserinnerung, Weihnachten
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Schlesische Weißwurst mit Lebkuchensoße oder Heiligabend Festtagsessen

Hallo ihr Lieben,

ich wünsche euch eine wunderschöne Weihnacht! 🙂 Ihr seid bestimmt schon ganz gespannt was es bei mir zum heiligen Abend gab! Die Antwort darauf ist: Schlesische Weißwurst mit Lebkuchensoße! Ihhh denken da jetzt bestimmt ganz viele, das passt doch gar nicht! Lebkuchen? Weißwurst? Tja, es ist in der Tat so, dass viele die es im älteren Alter zum ersten Mal essen nicht mögen! Aber ich bin damit aufgewachsen! Weihnachten ohne Schlesische Weißwurst… ohne mich! 😛 Das Rezept hört sich wirklich nicht so toll an, aber ihr könnt meinem Rezept ja eine Chance geben, falls ihr neugierig seid! 😉

Ihr könnt hierfür alles einen Tag vorher vorbereiten, bei der Lebkuchensoße solltet ihr das sogar machen, damit es gut durchziehen kann.

Ihr braucht dafür: 

10 Schlesische Weißwürste
ca. 1 kg geräuchertes Fleisch mit Knochen (z.B. Kasseler-Nacken oer Räucherrippe)
2 Bund Suppengrün (Möhren, Porree, Sellerie und Pastinake)
250 – 300 g Lebkuchen
0,2 l Malzbier
Zuckerrüben-Sirup
Zitronensaft
Lebkuchengewürz
Salz

Einen Topf Salzwasser zum kochen bringen. Herdplatte ausstellen und die Weißwürste dazugeben (ca. 10 Minuten brühen lassen). Die Würste nun wieder rausnehmen, abtropfen lassen. Wenn ihr sie einen Tag vorher gebrüht habt, kaltstellen!

Nun wird die Lebkuchensoße vorbereitet. Das Fleisch mit Knochen in ca. 2 l kochendes Salzwasser geben und 1 Stunde ziehen lassen. Das Fleisch nun aus der Brühe nehmen. Das Suppengrün waschen, putzen und in Ringe oder Würfel schneiden. das Gemüse nun in der Fleischbrühe garen. Das Gemüse aus der Brühe sieben, pürieren, dann wieder zurückgeben.

Der Lebkuchen wird zerbröselt und in Malzbier eingeweicht. Dieses wird nun in der warmen Brühe untergerührt.

Am nächsten Tag erwärmt ihr die Soße wieder, sie darf nicht mehr kochen. abschmecken tut ihr sie mit Zuckerrüben-Sirup, Lebkuchengewürz, Zitronensaft und etwas Salz. Die Weißwürste lasst ihr nun in der Soße gar ziehen bis zum servieren!

So, jetzt wisst ihr was es bei mir gab, was gab es bei euch? Auch ein Traditionsessen?



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6 Kommentare

  1. Wir essen das auch jedes Jahr. Dieses Jahr bin ich auf mich selbst gestellt :D. Ich freu mich, dass es noch jemaden gibt, der alle Jahre wieder nicht auf dieses wunderbare Gericht verzichten will. Liebste Grüße 🙂

  2. Wolfgang Fiebig sagt

    Schön dass es noch einige Menschen gibt, die diese Tradition am Heiligabend hochhalten.So auch eine meiner Töchter Jahrgang 1976. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nichts anderes an diesem Tag gegessen.(Jahrgang 1946) Wenn das Haus danach duftet, ist Weihnachten. Aber: eine wichtige Zutat fehlt im Rezept. Petersilienwurzel ist ein muss. Mindestens 3 große ins Suppengrün fürs 4-Personen-Rezept. Leider ist unser alter Lieferant (schlesischer Bäcker) nicht mehr da, der den leckeren Saucenlebkuchen, auch genannt „Fischkuchen“ , alljährlich zu Weihnachten gebacken hat. Gibt jemand einen Tipp, wo ich welchen kriege? Übrigens: bei uns gibts Sauerkraut, wegen der vielen Sauce ziemlich trocken zubereitet -als nicht nach rheinischer Art – dazu, sowie frisches Bauernbrot, statt Kartoffeln.

  3. Hallo Wolfgang,
    ich werde die Tradition auch ganz bestimmt weiterführen bis ich mal nicht mehr kann. 🙂 Mit Petersilienwurzel hat es tatsächlich noch nie jemand bei uns gemacht. Sauerkraut wird bei uns auch dazu gereicht oder Rotkohl. Seit neuestem – da ich keinen Sauerkraut mag – habe ich aber auch an Brokkoli zu dieser Speise gefallen gefunden. 🙂
    Einen schlesischen Bäcker hatten wir bei uns in der Umgebung noch nie, wir bekommen nur die Würste immer vom schlesischen Metzger! 🙂 Also kann ich dir da leider auch nicht weiterhelfen. =/
    Liebe Grüße,
    Alex

  4. Sabine Stephan sagt

    Hallo, ich koche das Rezept Weihnachten auch immer wieder sehr gerne. Bei mir werden viele Zwiebeln und Petersilienwurzeln mit Bockbier und Doppelkaramel gedünstet. Dann wird Soßenkuchen (ein Kochlebkuchen – gibt es z.B. im Backregal im Kaufland) klein geschnitten, mit Essig, Sirup, Mehl und Bier verrührt und damit die Soße angedickt. In der fertigen Soße werden die Weißwürste sowie geräucherte braune, bzw. Knacker aufgekocht. Dazu gibt es Kartoffeln und Sauerkraut. Das Rezept hat meine Oma von Schlesien nach Thüringen mitgebracht. Ich habe es nach Sachsen-Anhalt mitgenommen. Viele Grüße von Sabine

  5. Claudine sagt

    Hallo, wir essen das Gericht auch bereits schon seit einigen Generationen. Wir kaufen die Lebkuchen immer bei Aldi. Es gibt sie in der Vorweihnachtszeit zwischen den ganzen Weihnachtssüßigkeiten. Es ist ein kleiner Beutel „Gewürzprinten“. Hoffe ich konnte damit helfen. Wir haben allerdings noch nie das Gemüse in der Soße püriert, sondern nehmen es nach dem Kochen ganz raus um eine glatte Soße zu erhalten. Und statt Fleisch, kochen wir Bauchspeckscheiben in der Brühe aus. Aber die Variante von Schokoladenfee hört sich auch sehr gut an.

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